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Wissenswertes

Öffentliche Stillmöglichkeiten in St.Gallen

Auf diesem Flyer finden sie verschiedene Örtlichkeiten an den sie Ihr Baby stillen können. Erkundigen sie sich am Ort genauer.

Flyer der Stillmöglichkeiten


Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit

Folgende Information haben wir für Sie auf der Seite des Bundesamtes für Gesundheit gefunden.

MuKi-de.pdf


Faktenblatt zu Bisphenol in Schoppenflaschen

Faktenblatt des BAG zu Bisphenol in Schoppenflaschen


Informationen zu öffentlichen Stillmöglichkeiten in Zürich

Schnuller und der plötzliche Kindstod

Sonnenschutz in der Schwangerschaft

Folgende Information haben wir für Sie auf der Seite des BAG´s gefunden.

 

Sonnenschutz in der Schwangerschaft


Stellungsnahme von Dr. Urs Zimmermann zum Thema Co-Sleeping
Die Empfehlung in den neuen, ursprünglich ja Amerikanischen Guidelines, Kinder nicht im Elternbett schlafen zulassen, ist - im Gegensatz zu den
andern Empfehlungen - relativ schlecht begründet und unter Experten keineswegs unumstritten. Es gibt dazu gute Kommentare in der Ausgabe
4/05 der Zeitschrift "Laktation und Stillen", welche ich weitgehend unterstützen kann und deswegen hier nicht nochmals wiederhole. Ich denke
es wurde in den Richtlinien die generelle Ablehnung des "Co-Sleeping" gewählt, weil es recht aufwändig ist, die Sache differenziert anzusehen
und eine individuelle Empfehlung für jedes Elternpaar einzeln zu geben.

Aus meiner Sicht gilt es Folgendes unbedingt zu beachten:

Co-Sleeping erhöht das Risiko eines plötzlichen Kindstodes drastisch und ist deshalb strikte nicht zu empfehlen wenn
Die Mutter raucht
Die Mutter Alkohol oder Drogen einnimmt bzw. eingenommen hat
Die Mutter stark übermüdet ist

Gerade der letzte Punkt ist schwierig zu beurteilen. Einerseits gibt es ja kaum Eltern, welche in dieser Zeit nicht ab und an übermüdet sind.
Andererseits ist ein konsequentes Co-Sleeping von Geburt weg eine gute Möglichkeit, dieser Übermüdung etwas vorzubeugen.

Für ein Co-Sleeping braucht es eine sichere Schlafumgebung:
Die Matratze muss hart sein, so dass das Kind nicht in eine Mulde rutscht
Das Kind darf nicht aus dem Bett fallen
Das Kind darf nicht in einen Spalt (z.B. zwischen 2 Matratzen) rutschen
Das Kind sollte nicht zwischen zwei Partner liegen

Der letzte Punkt ist wiederum etwas komplex. Zum einen muss die Überwärmung und auch das Überliegen (Erdrücken) des Kindes vermieden
werden. Ferner gibt es sehr gute Studien die zeigen, dass Mutter und Kind ihre Schlafstadien gegenseitig anpassen wenn Sie nahe beieinander
schlafen. Das ist für mich eines der Hauptargumente, warum das Co-Sleeping grundsätzlich sicher ist. (Unter Alkohol, Drogen oder bei
Übermüdung funktioniert das nicht mehr (siehe oben)! Leider ist nicht studiert, was mit den Schlafstadien des Vaters passiert, wenn er
zusätzlich im selben Bett schläft. Aus Erfahrung wissen wir aber, dass der Vater (oder grundsätzlich derjenige Partner, der in der Nacht die
Verantwortung für das Kind nicht primär übernimmt) häufig gar nicht mitbekommt, was zwischen Mutter und Kind passiert (Vater merkt nicht,
wenn die Mutter das Kind im Bett stillt etc.) Das ist an sich sehr gut, weil es zeigt, dass das Co-Sleeping den Partner nicht stört.
Andererseits ist damit nicht garantiert, dass der Vater (oder eben der andere Partner) merkt, wenn mit dem Kind etwas nicht stimmt, z.B. wenn
er es überrollt, oder wenn es zu warm hat). Deshalb sollte das Kind eben nicht zwischen den Partnern liegen.


Das "Co-Sleeping" auf dem Sofa (Mittagsschlaf; nach dem Stillen auf dem Sofa, etc.) ist sehr gefährlich. Hier ist nicht nur klar das Risiko für
einen plötzlichen Kindstod erhöht, sondern auch für diverse Unfälle, v.a. Stürze. Vom gemeinsamen Schlafen auf dem Sofa sollte den Eltern
dringend aktiv abgeraten werden. Das geht natürlich um so besser, wenn eine sichere Alternative im Sinn eines "Co-Sleeping, sicheren" Elternbett,
besteht (siehe oben).

Wenn all dies beachtet wird, ist zumindest kein Nachteil bzgl. SIDS Risiko dokumentiert (ob das Risiko allenfalls unter diesen Umständen gar
erniedrigt ist, ist natürlich auch nicht nachgewiesen). Es darf meines Erachtens unter diesen Voraussetzungen aber empfohlen werden.

Ich persönlich würde empfehlen, die oben genannten Bedingungen und die von Frau Hug geschilderten Vorteile des Co-Sleepings durch den Einsatz
eines Baby - Balkons zu erreichen. Diese gibt es für Spitalbetten ja kommerziell zu erwerben (Ich nehme an, die sind bekannt, sonst kann ich
gerne Bildmaterial und Bezugsquelle senden). Für zu Hause muss dann meistens eine kreative und v.a. sichere Lösung gesucht werden (was meist
den Einsatz von Sägen, Schraubzwingen etc. erfordert...).


Ich hoffe diese Einschätzungen sind für das erste hilfreich. Gerne bin ich
auch für weitere Auskünfte bereit, dann vielleicht besser persönlich bzw. am Telefon.

Grundsätzlich würde ich dringend empfehlen, das Ganze auch mit dem lokal verantwortlichen Pädiater zu besprechen. Es braucht in dieser Sache
unbedingt eine gemeinsame Haltung gegenüber den Eltern. Ich weiss, dass die SIDS Gruppe Bern das Risiko des Co-Sleepings etwas anders beurteilt
als ich. Der für den Lindenhof in Bern zuständige Kinderarzt (Dr. Travaglini) ist aber sicher ein sehr guter Ansprechpartner auch für
diese Frage.


Urs Zimmermann

Stillen und Karies

Karies bei Kindern:

Stellungsnahme zur Aussage, dass längeres Stillen Karies verursachen kann


 

Solange Babys ausschließlich gestillt werden, besteht keine Gefahr Karies zu entwickeln. Ab dem Zeitpunkt ab dem es zusätzlich zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel erhält kann Karies entstehen, denn ab diesem Zeitpunkt erhält das Bakterium Streptokokkus mutens einen Nährboden und kann aggressive Säuren bilden und den Zahnschmelz zerstören. Streptokokkus mutens lässt sich in den meisten Mundhöhlen der Erwachsenen nachweisen. Übertragen wird dieser auf die Mundhöhle des Kindes durch Ablecken von Schnuller, Flaschensauger, Löffel durch die Betreuungsperson. Zahnärzte empfehlen einen Speicheltest bei der Mutter und eine Behandlung bei nachgewiesenem Befall mit Kariesbakterien.

 

Muttermilch schützt vor Karies

 

Muttermilch enthält zwar einen hohen Anteil an Kohlehydraten. Der Kohlehydratanteil der Muttermilch besteht zu 95% aus Laktose, einem Zweifachzucker, der im Dünndarm gespalten wird in Glucose und Galaktose, sowie zu 5% aus Oligosachariden, bei denen inzwischen über 100 verschiedene Verbindungen nachgewiesen wurden.

 

Kariesbakterien sind nicht in der Lage die Laktose als Energiequelle zu nutzen. Sie bevorzugen einfache Zucker wie Glucose und Fructose. (Rugg-Gum et al. 1985)

 

Muttermilch ist eine „lebende Substanz“. Sie enthält zum Beispiel lebende Zellen, die Bakterien bekämpfen, Enzyme wie das Laktoferrin, das Bakterien bindet sowie Immunglobuline, die ein schädliches Bakterienwachstum nicht zulassen.

 

Für die Entstehung von Karies ist ein Bakterium verantwortlich, das sogenannte Streptokokkus mutens. Gelangt dieses Bakterium in die Mundhöhle des Kindes wird es aktiv durch das Laktoferrin, IgA und IgG der Muttermilch vernichtet und kann sich nicht ausbreiten. (Mandel I.: 1996). Muttermilch trägt also dazu bei, dass die Kariesbakterien aktiv bekämpft werden und keinen Nährboden zur Ausbreitung finden. Der ph-Wert der Muttermilch verursacht keine Veränderungen am Zahnschmelz. (Pamela Erikson, 1999)

 

Korrektes Saugen an der Brust verhindert das Umspülen der Zähne mit Muttermilch

 

Wenn das Baby die Brust korrekt erfasst und aus Brustwarze und einem Mundvoll Brust einen natürlichen Sauger bildet ist während dem aktiven Saugen die Mundhöhle abgedichtet, die Muttermilch gelangt direkt in den Rachen. Süße Muttermilch kann die Zähne nur umspülen, wenn das Kind nuckelt und die Brust nicht mehr korrekt erfasst hat. Von daher sollten Mütter darauf achten, dass das Baby aktiv saugt und dann die Brust loslässt und nicht weiternuckelt. Solange die Zähne nur mit dem Zucker der Muttermilch konfrontiert werden besteht auch hier keine Gefahr, dass Karies entstehen kann. Häufiges Stillen tagsüber und häufiges nächtliches Stillen nach Bedarf steigert die Karieshäufigkeit nicht. (Weerheijm KL, 1998).

 

Wie entsteht Karies?

 

Ab dem Zeitpunkt des Zahndurchbruchs können die typischen Kariesbakterien (Streptokokkus mutans) sich in der Mundhöhle des Kindes einnisten. Bakterien produzieren dann Säure, wenn sie Nahrung finden. Dann greifen sie mit der produzierten Säure die Zähne an und zerstören den Zahnschmelz.

 

Hauptursachen für die Kariesentstehung

 

Zucker:

 

Einfachzucker (Monosacharide) wie zum Beispiel Glucose, Fructose sowie Zweifachzucker zum Beispiel die Saccharose werden als Süßungsmittel verwendet. Diese Zucker nähren und fördern das Wachstum der Streptokokki mutans, die für die Kariesentstehung verantwortlich sind. Ein häufiger Genuss von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln unterstützt das Bakterienwachstum.

 


 

 
 
 
 

Besiedlung der kindlichen Mundhöhle durch Kariesbakterien:

 

Übertragen werden diese durch den Kontakt mit dem Speichel der Betreuungsperson zum Beispiel durch das Ablecken von Sauger, Schnuller und Löffel bei der Nahrungsgabe. Nicht sanierte Zähne der Betreuungsperson unterstützen die Übertragung der Kariesbakterien, nach dem Motto „je mehr vorhanden sind, desto mehr können übertragen werden“.

 

Verminderter Speichelfluss:

 

Ein guter Speichelfluss verhindert Bakterienwachstum. Ein verminderter Speichelfluss zum Beispiel während der Nacht, sowie eine Mundtrockenheit aufgrund der Mundatmung und mangelndes Kauen unterstützen die Ansammlung der Kariesbakterien.

 

Vorhandene Schmelzdefekte an den Zähnen:

 

Diese können schon beim heranwachsenden Baby in der Schwangerschaft angelegt werden. Eine Mangelernährung der Mutter, eine fieberhafte Erkrankung, sowie eine Antibiotikabehandlung in der Schwangerschaft oder genetisch bedingte Schmelzdefekte könne hierfür die Ursache sein.

 

Schlechte Mundhygiene

 

Ab dem Durchbruch des ersten Zahnes sollten die Zähne mit einer fluorhaltigen Zahnpasta nach dem Essen geputzt werden. Defekte Zähne sollten nach dem Entdecken baldmöglichst saniert werden.

 

Schlechte Essgewohnheiten

 

Der häufige Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken nährt die Kariesbakterien und unterstützt die Entstehung von Karies. Milchprodukte hingegen schützen die Zähne vor Karies. Milch enthält viel Phosphor und Kalzium und trägt zu einer Remineralisierung des Zahnschmelzes bei. Käse zum Beispiel hebt den ph-Wert im Mund an und verhindert damit eine Demineralisierung der Zähne. (Denise Both, 3/2003).

 

Dauernuckeln zum Beispiel an Milch- und Saftflaschen führt dazu, dass die Zähne sehr lange mit zuckerhaltigen Nahrungsmitteln konfrontiert werden. Dies führt zu einer Begünstigung der Kariesentstehung.

 

Prävention von Karies bei Säuglingen und Kleinkindern

 
  • Ausschließliches Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten und Teilstillen so lange Mutter und Kind es wünschen.

  • Schnuller, Sauger nicht ablecken, sondern mit Wasser abspülen. Bei der Gabe von Beikost sollte die Betreuungsperson den Löffel nicht ablecken.

  • Bei der Beikosteinführung auf den Zuckergehalt achten und ein zu viel vermeiden.

  • Ungesüßte Getränke anbieten.

  • Dem Kind nicht mehrmals täglich Süßigkeiten anbieten.

  • Zähne nach dem Essen mit fluorhaltiger Zahncreme putzen.

  • Dauernuckeln an Flaschen vermeiden, die mit Milch, gesüßten Getränken oder Fruchtsäften gefüllt sind.

 


 

 

Verwendete Literatur:

 

Arnold R. et al: A bactericide effect for human Laktoferrin. Science July 15, 1977.

 

Both D.: Stillen und Zahngesundheit. Laktation und Stillen 3/2003

 

Erikson P: Investigation of the role of human milk in caries development. Ped. Dentistry 1999.

 

Mandel I.: Caries Prevention: Current Strategies, New Directions. JADA, Vol. 127, 1996 1477-88

 

Rugg-Gum et al: Effect of human milk on plaque ph in situ and enamel dissolution in vitro compared with bovin milk, lactose and sucrose. Caries Res. 1985.

 

Pamela Erikson: Investigation of the role of human milk in caries development. Ped. Dentistry 1999.

 

Weerheijm KL: Prolonged breastfeeding and nursing Caries. Caries Res.1998.

 


 

 

Weitere Hinweise zu Karies und Zahngesundheit sind zu finden unter:

 

www.rundum-zahngesundheit.de

 

www.attachment-parenting.de/baby/zahngesundheit/htm

 

www.ernährung.de/tipps/karies/karies12.htm

 

www.brianpalmerdds.com

 


 

 

Brigitte Benkert (IBCLC), Pressestelle BSS, Dezember 2005.




 

Stillen und Karies Zusammengestellt von Angelika Thöni IBCLC

Kariesvermeidung im Kleinkindalter


 

Hinweise für Mütter von gestillten Kindern


 

Immer wieder wird in den Medien das Stillen über den Durchbruch der ersten Milchzähne hinaus als mögliche Ursache von Karies im Kleinkindalter genannt.


 

Aufgrund wissenschaftlicher Studien lässt sich jedoch sagen, dass das Langzeit-Stillen allein keine Kariesgefährdung darstellt. Einzig das Dauernuckeln des eingeschlafenen Kindes an der Brust wird von einigen Autoren als erhöhtes Risiko genannt.


 

Es wäre unsinnig, das Stillen eines Kindes nach dem Durchbruch der Milchzähne wegen der ungewissen Möglichkeit eines „Lochs im Zahn“ zu verbieten. Durch die nachfolgend genannten Massnahmen lässt sich Karies im Kleinkindalter weitestgehend vermeiden.


 


 

In den ersten Monaten:

  • Bis zum Durchbruch der ersten oberen Milch-Frontzähne ist das Stillen unproblematisch.

  • Keine Löffel und Sauger, die für das Kind bestimmt sind, in den Mund nehmen. Auf diesem Weg können Kariesbakterien in den Mund des Kindes gelangen und sich dort ansiedeln.


 

Beim Durchbruch der ersten Milchzähne:

  • Das Kind kann weiter gestillt werden.

  • Auf Nachsüssen der Beikost verzichten und auf zuckerarme Ernährung achten.

  • Nur ungesüsste Getränke anbieten.

  • Das Kind sollte nicht über längere Zeiträume an der Brust schlafend nuckeln. (Bei nächtlichen Mahlzeiten einen Wecker stellen)

  • Die Zähne des Kindes ab dem Durchbruch nach dem Essen oder Stillen mit einem Gazetupfer und Wasser abwischen. Später kann das Kind an das Zähneputzen mit einer weichen Kinderzahnbürste und niedrig fluoridierter Kinderzahnpasta gewöhnt werden.

  • Über weitere Möglichkeiten der Fluoridierung mit dem Zahnarzt reden (es gibt regionale Unterschiede)

  • Wenn überhaupt, dann nur zahnschonende Süssigkeiten geben (Zahnmännchensignet mit Schirm)


 


 

Verwendete Literatur:


 

Iida H; Auinger P; Billings RJ; Weitzman M:Association between infant breastfeeding and early childhood caries in the United States. Pediatrics; 200710;120(4);e944-52/

Kramer MS et al: The effect of prolonged and exclusive breast-feeding on dental caries in early school-age children. New evidence from a large randomized trial. Caries research; 2007;:41(6);484-8

Van Palenstein Helderman WH et al: Risk factors of early childhood caries in a Southeast Asian population. Journal of dental research; VOL:85(+);p85-8/2006

Yonezu T, et al: Characteristics of breast-fed children with nursing caries. Bull Tokyo Dent Coll. 2006Nov;47(4):161-5


Zum Thema Langzeitstillen

Ist es so schlimm älterne Kindern die Brust zu geben? Lesen sie mehr dazu im Artikel von Herbert Renz-Polster.


Langzeitstillen


 
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